Android 4 in der virtuellen Maschine

Hallo Leute,

ich hatte letztens eine kleine Idee, für die ich eine VM mit Android benötige. So kann man einfach Apps installieren und ausprobieren, ohne Gefahr zu laufen, dass etwas auf dem eigenen Telefon mitgesammelt wird.

In diesem Blogpost geht es also um die Einrichtung der Android-VM auf einem PC und einigen Tipps/Tricks zur einfacheren Verwendung.

VM aufsetzen

Zu unserem Vorteil haben einige Entwickler einen Port von Android für die x86-Architektur geschrieben, welche wir im Folgenden nutzen werden. Daher lädt man sich zunächst die letzte Version herunter:

https://code.google.com/p/android-x86/downloads/

Ich empfehle das Iso der 4.3er Version. (Aktuellste Version zum Zeitpunkt des Schreibens)

Während das Iso heruntergeladen wird, kann man bereits VirtualBox starten und dort eine neue virtuelle Maschine anlegen.

Bei der Frage nach dem Betriebssystem wählt man „Linux“ bzw. „Linux 2/3 (32 bit)“ aus. Als Namen kann man zum Beispiel „Android“ wählen. Auf jeden Fall wird der Name später noch benötigt, sodass man sich diesen merken sollte.

An Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher sollte nicht gespart werden:

  • RAM: 1 GB
  • Festplattenspeicher: Mindestens 6 GB
  • Netzwerk: NAT

Ist die VM erstellt und der Download fertig, so kann man mit der Installation fortfahren.

Dazu startet man die VM und legt das ISO in das virtuelle CD-Laufwerk ein. Auf dem Startbildschirm wählt man den untersten Eintrag „Install to disk“ aus.

Danach sollte eine UI zum Verwalten der Datenträger erscheinen. Normalerweise existiert hier nur ein Eintrag, welchen man mit „New“ und „ext3“ formatiert. Des Weiteren muss noch die Schaltfläche „Bootable“ angewählt werden, damit Android später auch starten kann.

Die Änderungen bestätigt man mit der Auswahl von „Write“ und einem Druck auf die Entertaste.

Als nächstes kommt die Nachfrage, ob das Dateisystem als „read/write“ geschrieben werden soll. Ich habe diese Frage mit „Ja“ beantwort – die Entscheidung ist aber jedem selbst überlassen.

Die Installation des Betriebssystems dauert ungefähr eine Minute und danach kann das System neugestartet werden.

Nun sollte man auch den vertrauten Einrichtungsassistenten sehen und das Androidsystem ganz gewohnt nutzen können.

VM aufwecken

Das Androidsystem geht nach einer Weile der Nichtnutzung in den Standby, wie man es vom Handy kennt. Um das System wieder aufzuwecken, muss man laut der Dokumentation einer der folgenden Tasten mindestens 1 Sekunde lang drücken:

  • ESC
  • Linke/Rechte Maustaste
  • Hoch/Runter-Taste

Bei mir klappte das allerdings nicht wirklich zuverlässig (vielleicht liegt es auch an mir). Daher hab ich in den Einstellungen von Android den Standby abgeschaltet.

Fehlender Mauszeiger

Falls man in der Android-VM den Mauszeiger nicht sehen kann, so liegt das höchstwahrscheinlich an der „Mauszeigerintegration“ von Virtualbox. Schaltet man diese aus, so wird die Maus in der VM gefangen, und kann normal genutzt werden.

Das klappt bei der laufenden VM über „Maschine->Mauszeigerintegration deaktivieren“.

Ist der Mauszeiger in der VM gefangen, so kann man diesen mittels einem Druck auf die rechte Strg-Taste befreien.

ADB Portforward

Um über ADB mit dem System zu interagieren muss man eine Portforwarding-Regel anlegen. Dazu fährt man die VM zunächst herunter. Dann führt man folgenden Befehl aus:

VBoxManage modifyvm "Android" --natpf1 adb,tcp,*,5555,*,5555

Wobei „Android“ der Name der virtuellen Maschine ist.

Danach kann man auf seinem Hostsystem adb nutzen, um sich zu verbinden:

adb connect localhost

Fazit

Meiner Meinung nach ist das eine coole Sache, um zum Beispiel Apps auf böses Verhalten zu untersuchen.

~ Sebastian

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